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24. September 2008 // Von designer23

PSD Tutorial Subwoofer

PSD Tutorial: SubwooferIch habe im Rahmen meiner Arbeit einen Lautsprecher gestalten “müssen” und möchte Euch jetzt gerne in Form eines Tutorials für Adobe Photoshop daran teilhaben lassen, wie man soetwas mit relativ einfachen Mitteln umsetzen kann. Das fertige Bild seht ihr hier oben links direkt als erstes, wie es entsteht möchte ich gerne hier nun präsentieren. Ich habe viele Screenshots eingebracht, die unter Umständen helfen können, falls ich mich undeutlich ausgedrückt habe, oder die Informationen so besser auf einen Blick zu erfassen sind.

Hinweis: Du kannst alle Bilder per Mausklick in Originalgröße betrachten.

Los gehts!

1. Anfang

Zunächst lege eine Datei an - ich habe eine 800 x 800 Pixel große Datei in 300dpi angelegt und den Hintergrund in 15% schwarz gefärbt. Hilfslinien zu setzen - jeweils genau auf 400px vertikal und horizontal sind später unverzichtbar und sehr hilfreich.

Dateigrößeneinstellungen

Im nächsten Schritt selektierst Du mit dem Auswahlelipse-Werkzeug einen Kreis zentral um den Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 220px. Das geht am einfachsten, wenn Du das Fadenkreuz auf die Schnittmenge der Hilfslinien positionierst und mit gedrüchter alt- und shift-Taste den Kreis aufziehst. Natürlich kannst Du auch in den Parametern eine “Feste Größe” einstellen - ganz, wie du magst.

Das Ganze sollte nunmehr also so aussehen:

Grundlayout

Nun legst du eine neue Ebene an, ich habe sie “Zentrum” genannt. Den ausgewählten Kreis füllst Du mit der Farbe #1e2f29 und wendest folgende Ebenenstile darauf an:

Ebenenstil Schein nach außen

Ebenenstil Verlaufsüberlagerung

Nun fehlen noch ein paar Lichtreflexe. Setze dazu Punkte in weiß auf eine - wichtig! - neue Ebene, ich habe dafür Durchmesser von 55px 30 px 15 px und 10 px verwendet.

Reflektionspunkte

Auf diese Ebene - in habe Sie “Zentrum Glossy” genannt - wendest du einen Gaußschen Weichzeichner mit 16px Durchmesser an:

Gaußscher Weichzeichner

Nun braucht die Mitte noch etwas Rand mit Schatteneffekten. Dazu selektiere erneut den bereits gezeichneten Kreis (mit gedrückter cmd-Taste die Ebene “Zentrum” anklicken). Generiere eine neue Ebene - beispielsweise “Zentrum Ring” und fülle die Kontur (Bearbeiten:Kontur füllen) 3px mittig mit der Farbe #2e453d. Bitte denk daran, dass du zuerst die Farbe auswählen musst - ansonsten musst du es gleich noch einmal machen!

Farbwähler

Kontur füllen

Außerdem erhält die Ebene (Zentrum Ring) nun noch folgende Ebenenstile: “Abgeflachte Kante und Relief” sowie “Schein nach außen”.

Abgeflachte Kante und Relief

Schein nach außen

2. Der erste Ring

Weiter gehts mit der nächsten Ebene, der konischen Versenkung des Subwoofers. Hierfür legst du eine neue Ebene unterhalb der Zentrums-Ebene an und nennst sie beispielsweise “Mitte”. Selektiere, wie bereits eben geschrieben, einen perfekten Kreis um den Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 382px und fülle die Fläche mit der Farbe #425d54.

Der erste Ring

Dieser Ebene wird nun noch ein Ebenstil (Verlaufsüberlagerung) zugewiesen, den ich auch jetzt wieder nur als Screenshot anbieten möchte. Alle Werte aufzuschreiben ginge etwas weit - und wer möchte all das schon lesen müssen? ;-)

Verlaufsüberlagerung

Nun legst du eine Ebene darunter/dahinter an, selektierst wieder den Inhalt der Ebene “Mitte” (mit gedrückter cmd-Taste die Ebene “Mitte” anklicken) und erweiterst die Auswahl um 2px. Das geht über das Menu Auswahl:Auswahl verändern:Erweitern. Die gewählte Fläche füllst du mit weiß, sodass ein schmaler weißer Rand um das Bild herum entsteht. Dieser weiße Rand wird Lichtreflexe für uns simulieren!

Nimm nun einen großen, sehr weichen Pinsel-Radiergummi (ich habe 280px Durchmesser und 0% Härte gewählt) und radiere oben links und unten rechts soviel von der weißen Fläche wieder weg (ein Klick genügt), sodass ein originalgetreuer Glossy-Effekt übrig bleibt:

Pinsel-Radiergummi

3. Reflektionen

Nun werden noch die konischen Reflektionen hinzugefügt. Hierzu legst du eine neue Ebene an und zeichnest etwa in der Höhe der Mitte der bislang entstandenen Box nach links ein Rechteck, das weiß gefüllt wird. Auch hier ist wieder wichtig: Auf einer eigenen Ebene Arbeiten! Also so:

Reflektionsebene links

Dann stauchst du den rechten Teil des Rechtecks, bis ein Dreieck entstanden ist, das mit der Spitze in die Mitte des Subwoofer zeigt:

Reflektionsebene verformt

Das Ganze wiederholst du auf der rechten Seite, sowie oben und unten, mit dem Unterscheid, dass die Reflektionen oben und unten etwas schmaler ausfallen dürfen. Dann setzt du die Ebene auf eine Deckkraft von 50% und müsstest in etwa folgendes Ergebnis erhalten:

Reflektionen auf 50%

Die Ebene maskierst (oder beschneidest) du nun noch so, dass keine Flächen mehr über dem Ring hinaus stehen und wendest wieder einen Gaußschen Weichzeichner, diesmal mit 25px Durchmesser an. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Reflektionen zugeschnitten

4. Der zweite Ring

Lege nun eine weitere Ebene hinter/unter allen anderen ebenen an, die du beispielsweise “Platte” nennen kannst. Natürlich ist auch hier wieder ein Kreis die Grundlage, und zwar mit einem Durchmesser von 426px. Färbe den Kreis mit #4a6a5f.

Diese Ebene werden wir nun etwas texturieren, um ihr ein wenig Struktur zu verleihen, indem wir beispielsweise Rauschen hinzufügen. Hier sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt und du kannst natürlich auch Stoff oder Leder versuchen zu imitieren - in diesem Tutorial fügen wir einfach mal etwas Rauschen hinzu und wenden dann noch Ebenenfilter an. “Rauschen hinzufügen” findest du unter Filter:Rauschfilter.

Rauschen hinzufügen

Ebenenstil Schein nach außen

Ebenenstil Verlaufsüberlagerung

5. Die Grundplatte / Der dritte Ring

Nun fügen wir noch eine Grundplatte für unserern Subwoofer hinzu. Einfach so weit unten/hinten wie möglich eine neue Ebene mit dem Namen “Background” erstellen, mit dem “Auswahlelipse-Werkzeug” einen Kreis um den Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 434px ziehen und mit der Farbe #13221D füllen.


Der dritte Ring

Das Ganze sieht jetzt so aus (oder sollte so aussehen ;-) )Damit ist die Basis des Subwoofers fertig, nun folgt noch die Aufhängung, die Ringe und Verschraubungen.

6. Der vierte Ring

Zunächst fügst Du nun über allen anderen Ebenen eine neue Ebene hinzu, die den ersten Ring aufnehmen soll. Generiere wieder mit dem “Auswahlelipse-Werkzeug” einen Kreis um den Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 475px. Fülle ihr mit der Farbe #445852. Nun ziehe einen weiteren Kreis vom Mittelpunkt aus auf, mit einem Durchmesser von 418px. Die nun ausgewählte Fläche löschen und du behältst einen Ring übrig, der wie folgt mit Ebenenstilen abgerundet wird:

Ebenenstil Schein nach außen

Ebenenstil Abgeflachte Kante und Relief

Das Ergebnis:
Der vierte Ring

7. Der fünfte Ring

Unter diesen Ring packen wir noch einen vollflächig schwarzen Ring, der im Grunde auf die selbe Weise entsteht. Der Hauptdurchmesser beträgt dabei 490px, also etwas mehr, als der zuletzt entstandene Ring. Das Innenleben entfernst Du am Besten mit einem Durchmesser von 450px. Weitere Ebenstile braucht dieser Ring nicht zu erhalten. Wir müssen ihn nur wie folgt etwas weichzeichnen:

Gaußscher Weichzeichner

Bislang haben wir nun also fünf Ringe, denen nun noch ein sechster und damit letzter folgt.

8. Der Schraubenring

Erstelle eine neue Ebene über der “Background”-Ebene und nenne sie “Schraubring”: Mit dem “Auswahlelipse-Werkzeug” einen Kreis um den Mittelpunkt mit einem Durchmesser von 434px ziehen und mit der Farbe #2A3732 füllen. Nun erstelle eine zusätzliche Arbeitsebene (diese wird später wieder gelöscht) und setze mit dem “Abgerundetes-Rechteck-Werkzeug”, das einen Radius zwischen 6px und 10px aufweisen sollte, ein weiß gefülltes Pfad-Element, wie im folgenden Screenshot zu sehen:

Schraubenvertiefung

Achte penibel darauf, das die weiße Fläche zentriert zur vertikalen Achse steht, und das sich links und rechts von der Hilfslinie gleich viele Pixel befinden. Dieses Element duplizierst du nun und verschiebst es nach unten. Ein weiteres mal drehst du es um 90° nach rechts und verscheibst es zu Mitte der rechten Kante - dann wieder duplizieren und nach links verschieben. Wenn du dann alle vier zusammen auswählst, duplizierst und um 45° im Kreis rotierst, erhältst du einen Eindruck von acht Schraubvertiefungen wie folgt:

Schraubenvertiefungen

Diese Schraubvertiefungen nun alle auf eine Ebene reduzieren (die gewünschten Ebenen selektieren und “Auf eine Ebene reduzieren” wählen), mit cmd-Taste gedrückt auf die Ebenenminiatur klicken und somit die Schraubvertiefungen auswählen.

Schraubenvertiefung selektiert

Diese Auswahl können wir jetzt von der Ebene “Schraubring” löschen und erreichen so die Schraubenvertiefungen. Damit nun auch plastisch der Effekt deutlich wird, füge noch folgenden Ebenenstil hinzu:

Ebenenstil Verlaufsüberlagerung

Das Ganze sieht nun wie folgt aus:

Der Schraubenring

9. Die Schrauben

Nun müssen wir lediglich noch die Schrauben setzen. Erstelle dazu auf einer neuen Ebene ganz im Vordergrund/oben mit dem Namen “Schraube” und vergrößere Dir am Besten die oberste Schraubenausbuchtung. Dann setzt Du einen Kreis mit dem “Auswahlelipse-Werkzeug” ins Zentrum der Schraubeneinbuchtung. Das sollte dann ungefähr so aussehen:

Umrandung der Schraube

Diesen Kreis füllst du nun mit 15% schwarz und wendest folgende Ebenenstile darauf an:

Ebenenstil Schlagschatten

Ebenenstil Schein nach außen

Außerdem erhält die Ebene noch eine Verlaufsüberlagerung, die Du per Hand etwas nach oben und nach rechts verschieben musst, sodass in etwa der folgende Effekt erreicht wird:

Ebenenstil Verlaufsüberlagerung

Die Ebene “Schraube” wird nun einmal dupliziert und die neu entstandene Ebene (”Schraube Kopie”) mit den Cursor-Tasten einen Pixel nach rechts sowie einen Pixel nach oben verschoben.

Nun erstelle eine weitere Ebene “Schraubenschlitz” und zeichne ein weißes Kreuz, wie bei einer Kreuzschlitzschraube mittig über die Schraube womit du in etwa folgendes Ergebnis erreichen solltest:

Schraubenschlitz

Dieser Ebene “Schraubenschlitz” fügst du nun noch folgenden Ebenenstil hinzu, sodass die gewünschte Plastizität erreicht wird.

Ebenenstil Schatten nach innen

Damit erhältst du folgendes Ergebnis:

Fertige Schraube

Die gesamte Schraube habe ich dann in einer Gruppe zusammengefügt, siebenmal dupliziert und entsprechend den vorgesehenen Schraubenvertiefungen verteilt - und fertig ist unser Subwoofer.

Subwoofer fertig ohne Background

10. Das Ergebnis

Diesen Subwoofer kannst du jetzt natürlich in alle möglichen und unmöglichen Hintergründe “einbauen” und selbstverständlich auch neu einfärben, wenn dir der grüne Grundton nicht zusagt.
Ich habe hier mal zu Anschauungszwecken die Box einmal in einen Metall-Hintergrund und einmal in einen Holz-Hintergrund eingebaut. Beide Hintergründe sind übrigens auch vollständig in Photoshop entstanden - das geht mit zwei verschiedenen Farbtönen und dem Filtereffekt Renderfilter:Fasern eigentlich sehr gut.

Subwoofer fertig Metall

Subwoofer fertig Holz

Natürlich sind hier den Spielarten deiner Kreativität keine Grenzen gesetzt und du kannst damit alles Mögliche erstellen, was Dir in den Sinn kommt.

Vielleicht habt ihr Lust und schickt mir ein paar Grafiken von Euch zu, was ihr mit der Grundbox alles so angestellt habt? Dann würde ich gerne besonders ansprechende Arbeiten hier veröffentlichen!
Viel Spaß beim Nachbauen wünsche ich Euch!

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3 Kommentare

Grummel

24. September 2008

Hey - vielen Dank!

Ich bin echt begeistert von diesem Tutorial - Step by Step anschaulich beschrieben und das Ergebnis kann sich echt sehen lassen! Ich werde mal sehen, was ich damit noch anstellen kann und Dir gerne dann mal eine Arbeit zukommen lassen - an welche E-Mail-Adresse kann ich das denn schicken?

Vielen Dank - war sicher n Haufen Arbeit!

Viele Grüße,
Manuel [Grummel]

24. September 2008

Hi Manuel,

vielen herzlichen Dank - in der Tat war das ein ganzen Stück Arbeit - ich hoffe, dass es was bringt - im kreativen Sinne ;-)

Wenn du etwas hast, dann schick es einfach an info@designer23.com - ich werde die Arbeiten sammeln und dann gerne mit Namen veröffentlichen.

Herzliche Grüße,
Florian

09. Oktober 2008

Gutes Tutorial! Genau so macht man das, und natürlich am besten mit nem MAC ;) Herrlich..

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